Bericht zu unserem Kindermuseum

 

An der 1. Coburger Kinderkulturwoche nahm im Reigen der „großen“ und etablierten Museen Coburgs auch ein „kleines“ Museum, das Coburger "Kindermuseum" teil. Veranstalter sind die Städtischen Sammlungen Coburg und die Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. Während z. B. das Puppenmuseum und das Naturmuseum feste Häuser und festes Personal haben, könnte man das „Kindermuseum“ ein Pop-up Museum nennen, denn es ist nur für eine Woche im Foyer der Wohnbau Coburg geöffnet und wird auch nur ehrenamtlich von Mitgliedern der Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. betreut. In der Tat ist die Realisierung des „Kindermuseums“ nur möglich gewesen durch die große Unterstützung der Stadt Coburg und der Wohnbau sowie der anderen Sponsoren.

 

Was ist nun das „Kindermuseum“? Im Unterschied zu einem Historischen Museum für Erwachsene werden hier Objekte aus dem Fundus der Städtischen Sammlungen gezeigt, die entweder für Kinder besonders interessant sind oder die etwas mit Kindern zu tun haben. Daneben wurden kindgerechte Führungen und zusätzliche Aktionen angeboten, die die Kreativität der Kinder fördern. So durften sie mit Objekten eine eigene Ausstellung gestalten, wodurch sich dann vielleicht auch ein besseres Verständnis für die Auswahl und Präsentation der „echten“ Ausstellungsstücke entwickelt hat.

 

So kamen zahlreiche Kinder mit erwachsenen Begleitern und ließen sich durch die Ausstellung führen. Jedes Kind bekam natürlich Erläuterungen, die seinem Alter angepasst waren, die aber auch häufig ihre Begleitung mit Interesse anhörte. Und nicht nur einmal fügten die Älteren eigene Anmerkungen hinzu, z. B. erzählte eine Großmutter, wie sie als Kind selbst den Gurkenalex auf der Kirchweih erlebt hatte, oder eine andere Besucherin, wie sie die Zubereitung von Klößen von ihrer Schwiegermutter „beigebracht“ bekommen hatte.

 

Neben der konventionellen Präsentation durch Vitrinen und wegen der begrenzten Ausstellungsmöglichkeiten hielten die Möglichkeiten der digitalen Welt Einzug in das "Kindermuseum". So konnten Hintergrundinformationen zu einzelnen Ausstellungsobjekten über das Internet mit Hilfe von QR-Codes auf das eigene Smartphone der erwachsenen Besucher geholt werden und mit einem Beamer wurden ergänzende Fotos zu den Ausstellungsobjekten gezeigt.

 

Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben, also keine reine Wiederholung. Die Kinder können sich somit schon auf die nächste Kinderkulturwoche freuen!