"Stadtforum“ und ehemaliger Güterbahnhof

Der Verkauf der ursprünglich für ein Stadtmuseum vorgesehenen Immobilie Steingasse 7 bedeutet zwar einen Rückschlag, führte allerdings nicht dazu, die Forderung nach einem gesicherten und personell entsprechend ausgestatteten Standort im innerstädtischen Bereich aufzugeben- und wenn nicht gleich in Form einer voll institutionalisierten Museumseinrichtung, so doch als Ort der lebendigen Darstellung stadtgeschichtlich relevanter Themen und des kulturellen Austausches (sogenannte kleine Lösung).

Daneben ist allerdings auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes eine Umfelddynamik entstanden, die ebenfalls für ein Museum oder thematische Teilaspekte ganz neue und aufregende Perspektiven eröffnet. In Zusammenarbeit mit anderen Interessenten könnte dort im Rahmen des geplanten "Bandes der Wissenschaft und Technik" ein modernes und lebendiges Kulturzentrum entstehen.

Auf Anstoß der Initiative Stadtmuseum wurden im WS 2014/15 erste Entwürfe für ein solches „Stadtforum“ im Rahmen eines Ideenwettbewerbs unter der Leitung der Professoren Phillips und Tvrtkovic von den Studiengängen Architektur und Innenarchitektur entwickelt. Berichte aus den Tageszeitungen finden Sie in der Coburger Presse. Das Foto zeigt den preisgekrönten Entwurf von Leonie Nöthen (Innenarchitektur) und Felix Schaller (Architektur).

 

 

 

 

Die Projektbeschreibung geht von multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten aus. Genauer beschrieben werden diese auch in einer Broschüre, die im Juni 2015 gemeinsam vom ip.co- Institut der Hochschule und der Initiative Stadtmuseum herausgegebenen wurde. Folgende Schwerpunktbereiche werden dort genannt:

  •  ein Museum zur Stadt- und Industriegeschichte, mit den Teilbereichen einer Städtischen Galerie und eines Emailmuseums,

  •  eine Kreativwerkstatt für neue Technologien und Produktionsmöglichkeiten, unter deren Dach auf internationaler Ebene Wissensaustausch, Innovationsforschung, Studium und kulturelle bzw. experimentelle Workshops stattfinden können,

  •  eine Stätte der Eventkultur, zu der auch ein Konzert- und Aufführungsraum für etwa 300 - 400 Besucher mit  entsprechenden gastronomischen Angeboten gehört.

Als idealer Standort für eine solche Einrichtung galt bisher das Gelände des alten Schlachthofes am nördlichen Ende des Güterbahnhofsgeländes. Mit der Entscheidung des Stadtrates für das „Globe“ als Interimsspielstätte für das Landestheater könnte sich das allerdings insofern ändern, als dann dessen Weiterverwendung in Form der geforderten Konzert- und Aufführungshalle denkbar wäre. Klarheit darüber, inwieweit die jetzt angestoßene Entwicklung geeignet ist, auch die anderen genannten Bereiche zu fördern und zu tragen, wird erst die der Interimsphase folgende Debatte um die Nachnutzung des „Globe“ ergeben.