Der Reiz des Ungewohnten.
Kultur und Kunst der „Goldenen 20er“ im Raum Coburg
Ereignisse in den „Goldenen Zwanzigern“ im Raum Coburg
| 14. Februar 1920 | Staatsvertrag zwischen Coburg und Bayern |
| 1921 | Die erste Handballabteilung Coburgs entsteht 1921 beim TV 1848. |
| 3. September 1921 | „Coburger Blutsonnabend“ |
| 14.-15. Oktober 1922 | Der „3. Deutsche Tag“ in Coburg |
| 6. bis
8. September 1924 |
Heimatfest mit einem drei Kilometer langen Festzug als Höhepunkt anlässlich der Festungsweihe zum Abschluss der Bauarbeiten an der Veste |
| Februar 1925 | Neugründung der NSDAP-Ortsgruppe Coburg: Nachdem das Verbot der NSDAP, das nach dem Putschversuch Hitlers 1923 ausgesprochen worden ist, wieder aufgehoben worden ist, wird auch die Coburger Ortsgruppe sofort wiedergegründet. Vorsitzender wird – wie schon vor dem Verbot der Partei – Franz Schwede. |
| 26.07.1926 | Erste Nordbayerische Luftverkehrslinie (ab Fürth) eröffnet: Das erste Flugzeug auf der Brandensteinsebene |
| Juni 1926 | Die Coburger NSDAP gibt die Zeitung „Der Weckruf“ heraus. |
| 05.07.1926 | Aufgrund starker Niederschläge wird der Norden der Stadt mit dem schlimmsten Hochwasser seit 1909 überschwemmt. |
| 22.08.1926 | Einweihung der Sommerbadeanstalt mit Luft- und Schwimmbad an der Rosenauer Straße |
| 1927 | Gründung des Milchhofs Coburg durch 32 Genossenschaftsmitglieder |
| 12.09.1927 | Im Zuge des geplanten Neubaues wird mit dem Abbruch der Mohrenbrücke begonnen. |
| 1928-1929 | Die „Friedmann-Affäre“ |
| 12.09.1929 | Das Luftschiff Graf Zeppelin überfährt gegen 16 Uhr die Stadt von Sonneberg in Richtung Bamberg. |
| 25.08.1929 | Erna Kröhl kommt bei einem Fallschirmabsprung ums Leben. |
| 24. Juli 1929 | Der Coburger Stadtrat beschließt eine Besteuerung von [jüdischen] Warenhäusern und Filialgeschäften. Die Steuer ist antisemitisch motiviert gewesen, da sich die größten Coburger Warenhäuser und Filialgeschäfte in jüdischer Hand befunden haben. |
| 23. Juni 1929 | Stadtratswahlen: Die Wahl bringt den Nationalsozialisten die kommunale Mehrheit in Coburg. Zum ersten Mal in Deutschland wird die NSDAP stärkste Fraktion in einem Stadtrat. |
| 1929-1931: | Die Juden werden von den Nationalsozialisten zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Seit 1929 nahmen die Übergriffe auf jüdische Einwohner, deren Wohnhäuser und Geschäfte stark zu. Auch die städtische Polizei, die von Nationalsozialisten durchsetzt gewesen ist, hilft den betroffenen Juden nur unwillig. |
Quellen:
Walter Schneier: Coburg im Spiegel der Geschichte; Coburg 1985; Abschnitt 17 von 1920 bis 1945; S. 280 ff.
https://www.stadtgeschichte-coburg.de/
Lesebuch Digitales Stadtgedächtnis; Teil 9; Leben Lieben Arbeiten 1920 in Coburg; Coburg


