„Der Reiz des Ungewohnten“
Wen reizt das nicht? Zumal die „Goldenen Zwanziger“ im Fernsehen gerade mit „Babylon Berlin“ gewaltiges Interesse beim Publikum gefunden haben.
Haben die „Goldenen Zwanziger“ – woanders gefeiert als die „Roaring Twenties “ oder die inFrankreich die „verrückten Jahre“, die „années folles“ – nun auch im beschaulichen Coburg solch eine Blütezeit der deutschen Kunst und Kultur bedeutet? Zumindest lässt sich sagen, dass es eine Zeit war, in der ein großer Wandel nach dem Kriegsende stattgefunden hat, ja stattfinden musste. (Vgl. Band Bd. 9 unserer Schriftenreihe „Coburger Stadtgeschichte“: Hubertus Habel: Verlorene Gewissheiten? Coburger Alltag im Ersten Weltkrieg, Einsichten und Konsequenzen)
Die Rede ist dabei von Jahren, in denen neben einer Phase relativer politischer und wirtschaftlicher Stabilisierung in der Weimarer Republik die Inflation 1923 zu einem teilweisen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und des Bankensystems geführt hat mit all den politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen, eine Zeit indes auch, die in den vor allem auch in Coburg früh erstarkenden Nationalsozialismus mündete.
„Ungewohnt“? Zu denken ist an eine Gesellschaft, die rauschhaft das Leben zu genießen sucht. Zu denken ist an Jahre mit der Befreiung von Zwängen, gerade auch für Frauen und vorher nicht akzeptierte Bevölkerungsgruppen. Zu denken ist aber insbesondere an die Kunst und Architektur, die im Vordergrund dieses 1. Teils unserer Ausstellungsreihe stehen.
Kommen Sie in die Ausstellung und schauen Sie auch hier auf der Homepage in die ergänzenden Texte über die verschiedenen Aspekte und Themen! Insbesondere, wenn die Ausstellung die Begierde nach weiteren Informationen geweckt hat!
Für eigene Recherche:
Weimarer Republik: Die „Goldenen Zwanziger“ – Deutsche Geschichte – Geschichte – Planet Wissen
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