Krieg und Kriegsende im Werk von Uwe Timm

Wir laden ein zu einem Vortrag von Professor Dr. Martin Hielscher am 1. April 2025 um 19.00 Uhr im kleinen Saal des Dekanatszentrums St. Augustin (Obere Klinge 1a, Coburg). Eintritt: 5 €; frei für Schüler*innen, Student*innen sowie Auszubildende!

Uwe Timm hat als Fünfjähriger das Kriegsende in Coburg erlebt, das sein Leben und Werk einschneidend geprägt hat. Der Stadt Coburg selbst hat er in seinem Roman „Der Mann auf dem Hochrad“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Auf den Zweiten Weltkrieg, den Nationalsozialismus und die unmittelbare Nachkriegszeit ist Timm  immer wieder eingegangen. Militarismus, der Verlust des Bruders und familiäre Prägungen, aber auch ein Augenblick der Utopie in der Geschichte, das sind Motive und Themen, die Timm in diesem Zusammenhang erzählerisch und essayistisch umkreist.

Der Vortrag zeichnet diesen Zusammenhang im Werk Timms nach und verweist damit auf eine Möglichkeit des literarischen Umgangs mit unserer Geschichte.

Martin Hielscher wurde 1957 geboren. Er promovierte in deutscher Literaturwissenschaft und ist seit 30 Jahren  auch der Lektor von Uwe Timm, über den er eine größere Biographie vorbereitet.

 

Geschichtskultur braucht breite Unterstützung und Förderung!

Es muss nicht gleich ein ganzes Museum sein, aber die wechselvolle Geschichte von Stadt und Region verdient einen zentral gelegenen Ort zu ihrer Darstellung. Heute mit größerer Dringlichkeit als selten zuvor. Als eine Stätte für Wechselausstellungen, für Begegnungen und zur Diskussion.

Die Wiedereröffnung des Ausstellungsforums „Rückert 3: Kunst – Kultur – Geschichte“ kann ein erster Schritt in diese Richtung sein.

Damit mehr daraus werden kann, brauchen wir unbedingt Ihre Mithilfe – in Form Ihrer Mitarbeit, Ihrer Mitgliedschaft, durch Spenden oder besser noch in Ihrer Person als Fördermitglied.

Sie können uns erreichen

unter der Mobilnummer 01754977545

der Mailadresse appeltshauser.ismc@t-online.de

oder über unsere Hompage https://initiative-stadtmuseum-coburg.de/

Unsere Beitrittsformulare erhalten Sie über die genannte Mailadresse oder über unsere Hompage.

Beschluss der Mitgliederversammlung zu Rückert 3

Am 10. Februar 2025 kam eine erfreulich große Anzahl an Mitgliedern zusammen, um einen zentralen Punkt auf unsere Agenda zu setzen. Nach intensiver Betrachtung aller Aspekte wurde einstimmig beschlossen, „Rückert 3“ wieder zu beleben. Zu der Freude, dass sich der Initiative nun ausgezeichnete neue Möglichkeiten eröffnen, kommt die Gewissheit hinzu, dass auch großes Engagement damit verbunden ist. Das bedeutet, dass die erste Ausstellung mit Grafiken Karl F. Borneffs schon im März eröffnet werden soll, wenn der Mietvertrag unterzeichnet sein wird! Einen exzellenten  Bericht darüber können Sie in der Neuen Presse lesen.

Preis der Coburg Stiftung Angela Nolte-Vogler an den Verein COMUN e.V.

Am 23. Januar 2024 wurde an den Verein COMUN e.V. – Coburg  im Namen der Coburg Stiftung Angela Nolte-Vogler sowie der Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. von Rupert Appeltshauser erstmalig der Preis der Coburg Stiftung Angela Nolte-Vogler in Anwesenheit von Vertretern der Coburger Zeitungen sowie von Radio 1 überreicht. Das Interview zur Preisverleihung mit folgendem Link angehört werden:

Interview von Radio 1

Überreichung der Urkunde durch Rupert Appeltshauser und Stefan Fleischmann

an Oliver Pieschel und Ulf Wunderlich vom Verein Comun e.V.

Link zum Text der Urkunde

Stelen zu „Coburgs dunkelste Zeit“

Im Rahmen des Arbeitskreises „Lebendige Erinnerungskultur“ war die Initiative Stadtmuseum Coburg an einem Projekt beteiligt, das sehr große Resonanz gefunden hat. Unter dem Thema „Coburgs dunkelste Zeit; wohin Hass und Hetze führen“ wurde zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 am 9. November eine Ausstellung eröffnet, die mit 8 Leuchtstelen in der Innenstadt daran erinnert, was die Herrschaft des Nationalsozialismus an Terror und Gewalt für die Coburger mit sich gebracht hat. Die Stelen sind damit auch ein aktuelles Mahnmal gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Krieg, Vertreibung und Völkermord. Thematisiert werden ebenso die traumatischen Erfahrungen und die lebensbedrohliche Gewalt, welchen besonders Jugendliche in der Endphase des Krieges ausgesetzt waren.

Die Ausstellung ist einsehbar über die Website des Vereins „Comun“, dessen Mitglieder mit großem Engagement bei der Sache waren, unter dem Link

https://co-mun.de/coburgs-dunkelste-zeit/

Über diesen Link sind auch Zusatzinformationen und ein Podcast zu jedem der Themen abrufbar.

Die erste Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger

Beachten Sie bitte den Vortrag von Prof. Dr. Hubertus Büschel um 19 Uhr am 27. November 2024 im Haus Contakt in der Unteren Realschulstraße 3 in Coburg zum Thema:

Die erste Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Coburg am 27. 11. 1941,

Am 27. November 1941 wurden erstmals Bürgerinnen und Bürger aus Coburg nach Osten deportiert, die das nationalsozialistische Regime nach seinen verbrecherischen Rassengesetzen als ‚jüdisch‘ bezeichnete. Während man über die zweite Deportation am 25. April 1942 in die Nähe von Lublin und die dritte Deportation am 10. September 1942 nach Theresienstadt recht viel weiß – nicht zuletzt dank der jüngsten Ausstellung „Züge in den Tod“ – ist über die Deportatio vom November 1941 kaum mehr als ihre Namen bekannt. Den Referenten, einen gebürtigen Coburger, führte sein Weg über das Max-Planck-Institut und die Universität Groningen an den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte nach Kassel.
Der Vortrag wird versuchen, dem Grauen Ausdruck zu verleihen, das die Deportierten auf dem Transport über Nürnberg erwartete und die genaueren Umstände ihrer Ermordung zu rekonstruieren. Der Abend schließt mit dem Gedenken an die deportierten jüdischen Bürgerinnen und Bürger ab.

Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten!
AK Lebendige Erinnerungskultur

Stelenprojekt: Coburgs dunkelste Zeit – Wozu Hass und Hetze führen

Bitte beachten Sie das „Stelenprojekt“, an dem wir als Initiative Stadtmuseum im Rahmen des Arbeitskreises „Lebendige Erinnerungskultur“ beteiligt sind:
Coburgs dunkelste Zeit – Wozu Hass und Hetze führen
vom 9. bis 27. November 2024 auf dem Coburger Marktplatz / Ilse-Kohn-Platz / Bahnhof

Dabei wird auf acht Stelen in der Innenstadt daran erinnert, was Rechtsextremismus an Terror und Gewalt für die Coburger mit sich brachte.
Es wird sichtbar und nachvollziehbar, wie Menschen in unwürdiger und diskriminierender Weise behandelt worden sind, weil sie nicht dem Denken der Nazis entsprochen haben. Beispielsweise wurden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ermordet oder vertrieben, Minderheiten und Menschen mit Einschränkungen oder politisch Andersdenkende erlitten in der Prügelstube schwere Misshandlungen.
Thematisiert werden auch die traumatischen Erfahrungen und die lebensbedrohliche Gewalt, welchen besonders Jugendliche oder junge Soldaten in der Endphase des Krieges ausgesetzt waren.

ERINNERUNGSKULTUR: Gedenken zur Reichspogromnacht am 9. November 2024

Bitte beachten Sie die folgende Veranstaltung am Montag, dem 9. November 2024, 17 Uhr im Rahmen der LEBENDIGEN ERINNERUNGSKULTUR auf dem Coburger Marktplatz:

Gedenken zur Reichspogromnacht

Wohin Rechtsextremismus führt und wie die Bevölkerung darunter zu leiden hat – Coburg, ein Beispiel
Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist Anlass des Gedenkens an die Diskriminierung und Gewalt, der jüdische Bürger unter der Herrschaft der Nazis ausgesetzt waren. Sie markiert einen Tiefpunkt einer Entwicklung des Judenhasses von der stillen Duldung, der Unterstützung bis zu der aktiven Tat – und fragt  uns, wo wir heute stehen.

Film „Orte jüdischen Lebens in Coburg“

Wir machen Sie gerne noch einmal auf die Vorführung unseres Films „Orte jüdischen Lebens in Coburg“ aufmerksam, der am Freitag, den 21.06.2024 in Kooperation mit dem Arbeitskreis Lebendige Erinnerungskultur im Rahmen der Toleranzwoche in der Zeit zwischen 19:00 und 21:00 Uhr im Fugenlos in der Herrngasse gezeigt wird.

Ausstellung „Geschichte als Verantwortung“

Heimatpfleger Dr. Boseckert hat in Zusammenarbeit mit dem Designforum Oberfranken eine Ausstellung vorbereitet, die unter dem Titel „Geschichte als Verantwortung“  Orte zeigt, an welchen sich die nationalsozialistische Gewaltherrschaft beispielhaft manifestiert. Mit Unterstützung der „Coburg Stiftung Angela Nolte Vogler“ konnte diese Ausstellung an den Coburger Designtagen vom 28. Mai bis zum 2. Juni auf dem Gelände der „Kulturfabrik“ noch einmal aufgestellt werden. Sie können die Ausstellung unter dem folgenden Link ansehen:

https://www.c-d-o.de/geschichte-als-verantwortung/

     

Die Fotos zeigen die Ausstellung bei den Designtagen 1924.

Fotos: Koch