Bildergebnis für Friedrich Josias Sachsen-CoburgMedaille für Prinz Friedrich Josias

zur Eroberung der Niederlande 1793

Am 24. Oktober 1911 wurde auf dem Theaterplatz in Coburg ein Denkmal des Prinzen (vgl. das Foto) nach Entwürfen von Professor August Sommer eingeweiht. Vor Jahren führte der dortige Biergarten auch den Namen  „Josiasgarten“ (inzwischen „Prinzengarten).

Friedrich Josias (geb. am 26.12.1737 im Schloss Ehrenburg, gest. 26.02.1815 in Coburg) war sehr jung in das kaiserliche Heer eingetreten. Im Laufe  von 30 Jahren stieg er bis zum Feldmarschalleutnant auf und wurde mit dem Generalkommando in Galizien betraut. Sein erstes hohes Kommando im Felde war das eines Armee-Korps unter Laudon im letzten Türkenkrieg 1788. Er focht in enger Zusammenarbeit mit den verbündeten Russen unter Suworow. Für den Sieg bei Martinesti am Rimnik (1789), den er gegen eine nahezu 5fache Übermacht erfocht, wurde er zum Feldmarschall ernannt und Wolfgang Amadeus Mozart komponierte nach dem Sieg gegen die Türken den Contretanz „Der Sieg vom Helden Coburg“.

File:Prince Frederick Josias of Saxe-Coburg-Saalfeld (1737-1815).png

Er zog im Triumph in Bukarest ein und war nach dem Frieden von Sistov (1791) eine Zeit hindurch Kommandierender General in Ungarn. Nach der Niederlage von Jemappes (1792) wurde er zum Oberbefehlshaber der österreichischen Heere gegen Frankreich ernannt. Durch die Siege bei Aldenhoven und Neerwinden im Jahr 1793, dem Jahr der Prägung der Medaille, brachte er in kurzer Zeit die österreichischen Niederlande wieder in die Gewalt des Kaisers.

Im folgenden Jahr setzte Friedrich Josias seinen Siegeszug fort, wobei es ihm gelang, die französischen Heere  mehrmals über die Sambre zurückzuwerfen. 1794 wurde er aber bei Fleurus  geschlagen und musste die österreichischen Niederlande räumen. Daraufhin reichte Friedrich Josias sein Abschiedsgesuch ein. Er verbrachte die letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens in Coburg.


FRIDERIC. IOSIAS. PRINC. SAX. COBVRG. S.R.I. SVPR. BELLI: DVX.

Friderich Josias, Princeps Saxoniae, Coburgi, Sacri Romani, Imperii supremus  belli dux 

Friedrich Josias, Prinz von Sachsen-Coburg, oberster Kriegsherr des Heiligen Römischen Reichs


RESTITVTORI BELGII AVSPICE AVGVSTO

GALLIS MENSE MARTIO MDCCXCIII EXACTIS VTROQVE BELGIO

dem Wiederhersteller Belgiens unter dem Beistand / Schutz des Erhabenen (des Kaisers),

nachdem die Franzosen im März 1793 vertrieben worden waren aus beiden Belgien
(gemeint: Österreichische Niederlande + Fürstbistum Lüttich)


Graveur: Peter Baldenbach (1762 – 1802

Literatur:

Walter Holz: Lexikon der Münzabkürzungen; München 1981

Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld – Wikipedia

Deutsche Biographie – Friedrich Josias

https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille

web.archive.org/web/20071124010254/http://www.stadt.coburg.de/gastcoburg.asp?iid=3427&mid=202&uid=402

commons.wikimedia.org

weitere Medaille:

Frédéric-Josias_de_Saxe-Cobourg-Saalfeld_(1737-1815),_feld-maréchal_autrichien,_commandant_en_chef_de_l’armée_autrichien,_ND2000(2).jpg (5602×4189)

Abbildungen:

Fotos der Münzen: Andreas Lindemann

Portrait von Friedrich Josias 


Zuschriften bitte an: Coquus22@gmail.com (Administrator)

Bitte besuchen Sie auch die gleichlautende Seite bei Facebook: Coburgum Latinum

zurück zur Prima Pagina