Der leise Charme der Indiskretion – Der Bildjournalist Dr. Erich Salomon
im Begleitprogramm des dritten Teiles unserer Ausstellungsreihe zur Kunst und Kultur der Weimarer Zeit hält Prof. Gerhard Kampe einen Vortrag unter dem Thema:
„Der leise Charme der Indiskretion. Der Bildjournalist Dr. Erich Salomon“
am 14. Oktober um 19.00 Uhr im kleinen Saal von St. Augustin.
Hierbei geht es nicht nur um einen Aufsehen erregenden Mordfall, sondern auch um die Anfänge einer Form der Bildberichterstattung, die von ihren Methoden her gesehen als sensationell bezeichnet werden kann, ohne jedoch weder hinsichtlich der Person noch der Inhalte von Salomons Werk unter den Begriff des Sensationsjournalismus im heutigen Sprachgebrauch zu fallen.

Dr. Erich Salomon zählt zu den führenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Aufnahmen, die er unbeobachtet und ohne Blitz in teils schlecht beleuchteten Innenräumen ausführte, revolutionierte er die Bildberichterstattung nachhaltig.
Am Beginn seiner Laufbahn stand eine Bildreportage, die er mit versteckter Kamera bei einem Mordprozess in Coburg aufnahm. Unmittelbar danach wurde er zum Dokumentaristen der letzten Jahre der gesellschaftlichen und parlamentarischen Entwicklungen in der Weimarer Republik.
Der Vortrag bezieht sich neben dem Werk des Fotografen auch auf seine Persönlichkeit, die Technik, die er verwendete, und sein Leben, das mit seiner Ermordung in Auschwitz endete.
Der Vortrag findet im Rahmenprogramm zur Austellungsreihe “Kunst und Kultur der ʽGoldenen Zwanzigerʼ im Raum Coburg“ der Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. in Kooperation mit der Experimentierplattform MakingCulture e. V. statt.




