Video „Wandervogel und Jugendbewegung“
Wandervogel und Jugendbewegung
Die Wandervogelbewegung geht zurück auf Hermann Hoffman, Lehrer am Gymnasium in Berlin-Steglitz
und dessen Schüler Karl Fischer. Was ab 1896 mit Tagesausflügen und längeren Fernwanderungen im Kreis von Schülern und Ehemaligen begann, entwickelte sich schnell zu einer Jugendbewegung, die ganz Deutschland erfasste.
Im Protest gegen die Zwänge und den Materialismus der Wilhelminischen Gesellschaft vertrat diese
Bewegung ein anderes Welt- und Menschenbild. Wertschätzung der Natur, ein neues Verständnis
von Kunst und Kreativität, von Bildung im Sinne der Reformpädagogik, von Selbstbestimmung und Emanzipation waren Kennzeichen des Wandervogels.
Gitarre, Lagerfeuer und das im Jahre 1909 erschienene Liederbuch „Der Zupfgeigenhansl“, eine Sammlung von volksnahem Liedgut, waren für die junge Bewegung von symbolhaft integrativer Bedeutung.
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