Text der Inschrift der Ratsschule

Epigramma in honorificam scholae
Coburgensis denuo extructae memoriam:
Morlino verbi sacri doctore coburgi
Urbis celebris Franciae
Qvando duodecies Herwardus consulem agebat
Cerero et Hausen aedilibus [.]
Hae sunt extructae numerosis sumptibus aedes [,]
Ut intreat rex gloriae [.]
Christe[,] tibi sacram musis [que / et] tuere sareptam [,]
Ecclesiae sit ut hortulus[.]
Flos ubi succrescat[,] Qvi tandem inserviat aulae
Toti rei [que] publicae [.]
Anno Christi Psalmo LXIIII
Laetabitur iustus in dominovo
Et sperabit in eo

Nach der Überschrift, die die beiden ersten Teilen einnimmt, folgt das Epigramm (vgl. Zeile 1). Dieses ist verfasst in distichische Epoden, wobei Hexametern jeweils jambische Dimeter (die kürzer sind, nämlich jeweils 4 Jamben, also 8 Silben aufweisen) folgen, was z. B. Horaz in der Epode 14  verwendet hat.

Beachte das  Chronogramm, wobei die Buchstaben, die für die Jahreszahl verwendet werden, nicht besonders hervorgehoben worden sind wie z. B. bei der Inschrift am Georgenspital, sondern hier zählen alle Buchstaben, die gleichzeitig römische Zahlzeichen sind (vielleicht erklärt sich damit das dominovo, weil noch ein V gefehlt hat).


Fotos: Dieter Koch

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